Stolland

Zuletzt geändert am 22.05.2017 16:52 Uhr

Oberthema: Matronia

Den Bewohnern der Republik Stolland hängt der Ruf nach, sie wären allesamt Hörige des "Volkskaisers" Hummel, der ca. 100 Jahren versuchte, mit Hilfe von untoten Soldaten die Weltherrschaft an sich zu reißen, während das Volk in einer Scheindemokratie lebte, die in Wahrheit von sturen Bürokraten (den "Graugesichtern") und dem bereits erwähnten "Volkskaiser" regiert wird.
Dafür, weshalb dieser Versuch scheiterte, existieren mehrere Hypothesen: Die meisten gehen davon aus, dass sich die Stoten besser gegen ihn statt unter ihm vereinigten. So gibt es den witz, das "Freie Pinkeburgische Kaiserreich des Stotländer Volkes" sei daran gescheitert, dass die Frage, ob man im offiziellen Staatsnamen "Stotländer" nicht besser durch "Stolländer" oder "Stotischen" ersetzen sollte, einen Bürokraten-Bürgerkrieg ausgelöst haben soll.
Ein viel größeres Problem war jedoch die fehlende Loyalität des Militärs, die unter anderem der Unfähigkeit Hummels als Oberbefehlshaber geschuldet war. Dazu kam die Sinnlosigkeit des Krieges, der offensichtlich nur der Machtgier des Kaisers diente. Diese Sinnlosigkeit ist ein häufiges Motiv in den kleinen, wenigen noch immer existierenden untoten "Legionen" und wird z.B. von den "Söhnen der Thanero?" bis ins absurde zelebriert.

Dass die Stoten Untertanen oder gar fanatische Anhänger des Kaisers sind, ist und bleibt ein gutes Dreivierteljahrhundert nach Ende des Reichs ein noch immer gängiges Vorurteil.
Dabei ist außer den bereits erwähnten kleinen Gruppen von untoten Soldaten vom Kaiserreich eigentlich nur noch der "Volkssport" der Stoten geblieben, über die Bürokratie ihres Landes zu nörgeln und darüber, die wenigsten gesetzlichen Feiertage in ganz Westmatronia zu haben.

Dafür dass viele den Stoten nachsagen, sie würden zum Lachen stets in den Keller gehen, haben erstaunlich viele von ihnen witzige Arten, mit dem alltäglichen bürokratischen Irrsinn umzugehen. Allerdings ist dieser landestypische Galgenhumor trockener als die Grovad-Wüste.
Allein ein (eher unfreiwillig komischer) Monsterfilm, der auf kaiserlichen Befehl produziert wurde, wird weithin als Erheiterung empfunden.
Ansonsten sind die Stoten vor allem bekannt für ihre unzähligen Varianten von Koch- und Räucherwurst, sowie den Grünkohl, der in der Region um die Hauptstadt Pinkeburg angebaut wird.
Zudem ist Stolland dafür bekannt, hervorragende "Kammerjäger" auszubilden. Dummerweise bekommt durch diese die Pinkeburger Küche einen schlechteren Ruf, als sie verdient hat: Gegrillte Höhlenspinnen und Delfenschaben sind einfach nicht jedermanns Geschmack.