Lefhen

Zuletzt geändert am 22.05.2017 16:11 Uhr


Die Tragik der Lefhen begann nicht damit, dass sie die Liebe und Barmherzigkeit verloren, sondern damit, wo manche von ihnen sie wiederfanden.
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Übersicht

Körperbau:menschenähnlich, eher zierlich, Wildlefhen gelegentlich auch rundlich
Mentailität:verträumt, einfühlsam, idealistisch
Haupttugend:Barmherzigkeit
Magietyp:ätherisch (blau) / feenhaft oder drakonisch / eher belebt / angeborene Kräfte


Körperbau

Der typische Körperbau der Lefhen ist eher schlank und grazil, aber gelegentlich finden sich auch deutlich rundlichere Lefhen, die man besonders Häufig in kleinen, isolierten Völkern antrifft. Was ihre Körpergröße betrifft sind sie deutlich kleiner als Ettins, aber dennoch größer als Zwerge.
Das eindeutigste Erkennungsmerkmal der Lefhen sind ihre langen, spitzen Ohren. Zudem haben sie meist keine oder nur sehr spärliche Gesichts- und Körperbehaarung.
Ihre Haut ist im Vergleich zu der von Ettins und Zwergen relativ hell, aber dennoch dem Klima ihrer Herkunftsregion angepasst.

Psyche

Lefhen sind von Natur aus eine der friedlichsten und einfühlsam Arten Sapphirias. Einer der Gründe dafür ist, dass sie vergleichsweise gegenwartsbezogen leben und deshalb kaum nachtragend sein können. Sie lassen sich auch weniger von Vorurteilen leiten, sondern akzeptieren andere so, wie gerade sind, und nicht so, wie sie vielleicht sein könnten.
Zum anderen sind Lefhen auch sehr emotional: Sie erleben die Welt in einer Art Bewusstseinsstrom, in der Traum und Wirklichkeit zusammenfließen, in dem die Wahrnehmung ihrer Sinneseindrücke mehr als bei anderen Wesen von Gefühlen gefärbt sind. Für andere Wesen lässt sich das am ehesten so beschreiben, dass Lefhen ihre Umgebung bunter und musikalischer wahrnehmen, wenn sie und Wesen in ihrer Umgebung glücklich sind, während negative Emotionen wie Hass, Neid und Zorn ihre Sinne trüben können.

Beide Aspekte haben jedoch auch ihrer Schattenseiten: Aufgrund ihrer Gegenwartsbezogenheit fällt es manchen Lefhen schwer, vorausschauend zu handeln. Dazu kommt, dass Lefhen mit ihrer verträumten Art eine - wie Zwerge es sagen würden - schwierige Beziehung zur Realität haben, sprich mit ihrer idealistischen Mentalität den Bezug zu ihr verlieren können. Besonders Hochlefhen, die versuchen ihre Denkweise gezielt zu kultivieren, verlieren sich daher relativ leicht in regelrechten Wahnvorstellungen.
Berüchtigte Beispiele dafür sind religiöser Fanatismus oder so mancher Versuch von Stadtlefhen, wieder "im Einklang mit der Natur" zu leben, der letztlich dazu verurteilt ist, in einem ökologischen Desaster zu enden.

Unterarten?

Es existiert eine relativ strikte Trennung zwischen Hochlefhen? und so genannten Wildlefhen?, die jedoch vorwiegend kulturell ist.
Die Hochlefhen teilen sich nach ihrer natürlichen Haarfarbe in verschiedene Kasten auf: Die blonden Goldlefhen stellen die Elite, unter ihnen stehen die grauhaarigen Silberlefhen, gefolgt von den braun- und rothaarigen Bronzelefhen. Die unterste Schicht sind schließlich die schwarzhaarigen Kohlelefhen, welche jedoch relativ selten sind.
Die Wildlefhen halten solche Unterteilungen dagegen für unsinnig und machen sich einen Jux daraus, ständig neue Selbstbezeichnungen zu erfinden: Waldlefhen, Wiesenlefhen, Regenbogenlefhen, Glitzerlefhen, Lefhoid Existente Lebensformen...

Völker und Gesellschaft

Lefhenvölker verstehen sich meist weniger als eine große Gemeinschaft, sondern als ein Geflecht aus sich überschneidenden Freundes- und Familienkreisen. So führen sie oft sehr enge persönliche Beziehungen, während innerhalb einer Gesellschaft oft Uneinigkeit herrscht.
Um eine gewisse Ordnung zu herzustellen, halten vor allem die Hochlefhen an ihren rigiden Kastensystemen und einem gemeinsamen Glaubenssystem, meist dem Johannitischen?, fest. Beiden gemeinsam ist eine Vorstellung von Vorherbestimmung, die auf der einen Seite Toleranz für Abweichler fordert, da diese keine Schuld an ihrer Rolle trifft, aber andererseits oft verhindert, Andersdenkende als vollwertig anzuerkennen.
Wildlefhen lehnen diese Ordnungen dagegen ab und formen eher lose Gemeinschaften, die zwar oft als ziellos kritisiert werden, aber Individuen und persönlichen Beziehungen letztlich mehr Freiräume bietet.

Magie

Ein Grund, weshalb Lefhen eine Neigung dazu haben, an Vorherbestimmung zu glauben, ist ihre Beziehung zur Magie: Viele von ihnen haben eine quasi angeborene Affinität zu einer bestimmten, meist sehr individuellen, Form der Magie, während ihnen das nachträgliche Erlernen von magischen Fähigkeiten vergleichsweise schwer fällt. Diese Art von Magieaffinität findet sich auch bei Drachen, weshalb sie auch "drakonisch?" genannt wird.